Umwelt

Rettungskräfte suchen in Nepal weiter nach Tausenden Vermissten

Vier Tage nach der verheerenden Sturzflut im Himalaya suchen Einsatzkräfte weiter nach Überlebenden. Das Bergdorf Dhunge wurde nahezu vollständig zerstört.

Dhunge – 30.08.2026: Vier Tage nach der verheerenden Sturzflut im Himalaya suchen Rettungskräfte im Norden Nepals weiter nach Vermissten. Nach Angaben der nepalesischen Katastrophenbehörde wurden landesweit 788 Tote registriert, 2.502 Menschen galten noch als vermisst. Zusammen mit den Opfern auf tibetischer Seite liegt die Zahl der Toten bei mindestens 800; insgesamt werden mehr als 3.000 Menschen vermisst.

Besonders schwer getroffen wurde Dhunge im Distrikt Nuwakot. Das Bergdorf, in dem zuvor rund 150 Familien lebten, ist nach Berichten von Helfern und Nachrichtenagenturen nahezu vollständig zerstört. Schlamm, Geröll und angeschwemmte Trümmer bedecken Häuser, Fahrzeuge und Verkehrswege. Bagger räumen die Ablagerungen beiseite, während Suchtrupps die verwüsteten Bereiche nach Überlebenden und Toten absuchen.

Die Flut ereignete sich am 26. August im Einzugsgebiet des Bhote-Koshi-Flusses nahe der Grenze zu Tibet. Nach bisherigen Erkenntnissen löste der Abbruch von Eis und Fels an einem Gletscher eine mächtige Lawine aus. Sie staute Wasser und Geröll auf, bevor sich die Masse mit großer Wucht talwärts bewegte. Zu den betroffenen Gebieten zählen die Distrikte Rasuwa, Nuwakot und Dhading. Die Behörden betonen, dass die genaue Ursache der Katastrophe noch untersucht wird.

Zerstörte Straßen und instabile Hänge erschweren die Bergungsarbeiten. Eine wichtige Verbindung von Kathmandu in das Katastrophengebiet wird weiterhin freigeräumt. Am Sonntag warnten die Behörden zudem vor erneut steigenden Wasserständen im Bhote-Koshi-Fluss, nachdem aus dessen Oberlauf ein stärkerer Zufluss gemeldet worden war. Menschen in gefährdeten Gebieten erhielten Warnmeldungen auf ihre Mobiltelefone.

Unter den Vermissten sind neben Bewohnern der Bergregion auch ausländische Reisende. Die betroffene Route führt durch ein Gebiet, das von Trekkinggruppen und von Pilgern auf dem Weg zum Berg Kailash auf tibetischer Seite genutzt wird. Das nepalesische Außenministerium erklärte, staatliche Kräfte seien für die Suche, die Rettung und die Versorgung der Betroffenen mobilisiert worden. Die Hilfe richte sich ausdrücklich auch an ausländische Staatsangehörige.

In Chitwan, Hunderte Kilometer vom mutmaßlichen Ursprungsgebiet der Flut entfernt, wurden zahlreiche Leichen geborgen. Berichten zufolge warteten dort rund 250 Tote auf ihre Identifizierung. Wegen der hohen Opferzahl ließen die Behörden einen Teil von ihnen vorläufig bestatten. Forensische Teams arbeiten weiter daran, die Identität der geborgenen Menschen festzustellen und Angehörige zu benachrichtigen.

Die Sturzflut beschädigte oder zerstörte Häuser, Schulen, Krankenhäuser, Brücken und Anlagen zur Stromerzeugung. Die Opferzahlen bleiben vorläufig, da viele abgelegene Täler nur schrittweise wieder erreichbar werden.

Quellen

  • Franceinfo
  • Nepalesisches Außenministerium
  • Associated Press
  • Agence France-Presse

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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