Wirtschaft

Illegale Fahrdienste bedrängen Touristen an der Côte d’Azur

An der Côte d'Azur werben Fahrer unerlaubt um Urlauber und verlangen teils überhöhte Preise. Behörden kontrollieren verstärkt Registrierung, Buchungsnachweise und mögliche Schwarzarbeit.

Nizza – 30.08.2026: An der Côte d'Azur geraten Fahrdienste mit Chauffeur zum Ende der touristischen Hochsaison verstärkt ins Visier der Behörden. Eine aktuelle Recherche von France 2 berichtet über Fahrer, die Urlaubern Fahrten außerhalb der vorgeschriebenen Buchungswege anbieten und teils erheblich höhere Preise verlangen. Vor allem am Flughafen Nizza und in stark besuchten Küstenorten stoßen Reisende auf ein schwer überschaubares Angebot.

Ein hoher Preis allein macht eine Chauffeurfahrt allerdings noch nicht rechtswidrig. Anders als Taxitarife sind die Preise solcher Fahrdienste grundsätzlich frei vereinbar. Verstöße liegen etwa dann vor, wenn Fahrer ohne die erforderlichen Nachweise arbeiten, Kunden spontan im öffentlichen Raum ansprechen oder Fahrgäste ohne vorherige Reservierung aufnehmen. Damit verschaffen sie sich einen Vorteil gegenüber registrierten Anbietern und setzen Urlauber unter Zeitdruck.

Fahrdienste mit Chauffeur dürfen ihre Leistungen nur nach einer Buchung erbringen. Nach Abschluss einer Fahrt müssen die Fahrer ohne neuen Auftrag zu ihrem Betriebssitz oder einem zulässigen Stellplatz abseits der Fahrbahn zurückkehren. Das Warten auf Kundschaft an Straßen und Taxiständen sowie in Bahnhofs- und Flughafenbereichen ist ohne bestätigte Reservierung untersagt. Gerade an Verkehrsknotenpunkten soll diese Trennung Konflikte mit dem regulierten Taxigewerbe verhindern.

Die Präfektur der Alpes-Maritimes verweist auf die Zugangsvoraussetzungen für den Beruf. Fahrer benötigen unter anderem eine Berufskarte und müssen in das dafür vorgesehene Register eingetragen sein. Zudem werden persönliche und berufliche Voraussetzungen geprüft. Die Verwaltung warnt Bewerber davor, Fahrzeuge anzuschaffen oder andere finanzielle Verpflichtungen einzugehen, bevor die Berufskarte tatsächlich ausgestellt ist.

Auch im benachbarten Département Var haben Polizei, Gendarmerie, Verkehrsaufsicht und Arbeitsinspektion ihre Kontrollen während der Sommersaison ausgeweitet. Bei einem Einsatz in Saint-Tropez im Mai 2026 prüften die Behörden unter anderem den Verdacht auf unerlaubte Berufsausübung, nicht angemeldete Arbeit, unzulässige Kundenwerbung und Verkehrsverstöße. Die staatlichen Stellen begründen die intensivere Überwachung mit zahlreichen Verstößen im Vorjahr.

Seit dem 25. Juni 2026 gelten zudem neue Maßnahmen gegen Sozial- und Steuerbetrug im Taxi- und Fahrdienstsektor. Sie sollen das Vorgehen gegen falsche Berufsangaben, illegale Beförderungen und die organisierte Umgehung gesetzlicher Regeln erleichtern. Das Verkehrsministerium nennt dabei ausdrücklich unerlaubte Kundenwerbung und Fahrgastaufnahmen ohne Bestellung.

Reisende sollten Fahrten über einen nachvollziehbaren Anbieter oder direkt bei einem registrierten Unternehmen buchen und Preis, Ziel sowie Zahlungsweise vor der Abfahrt festhalten. Für Taxis gelten 2026 ab dem Flughafen Nizza feste Tarife zu mehreren häufigen Zielen: 32 Euro ins Zentrum von Nizza, 85 Euro nach Cannes und 95 Euro nach Monaco.

Quellen

  • Franceinfo
  • Präfektur der Alpes-Maritimes
  • Französisches Verkehrsministerium
  • Légifrance
  • Service-Public.fr

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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